Jakub Hrůša, Leitung
Der in der Tschechischen Republik geborene Jakub Hrůša ist Chefdirigent der Bamberger Symphoniker, Musikdirektor der Royal Opera, Covent Garden, und designierter Chefdirigent und Musikdirektor der Tschechischen Philharmonie (ab 2028).
Er tritt regelmäßig mit den weltweit größten Orchestern auf, darunter die Wiener Philharmoniker, die Berliner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Münchner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, Staatskapelle Dresden, Tonhalle-Orchester Zürich, Lucerne Festival Orchestra, Royal Concertgebouw Orchestra, Orchestre de Paris, Orchestre Philharmonique de Radio France, NHK Symphony und dem Mahler Chamber Orchestra – sowie in den USA mit dem Cleveland Orchestra, dem New York Philharmonic und dem Boston Symphony Orchestra.
Er leitete Opernproduktionen für die Lyric Opera of Chicago (Jenůfa), die Salzburger Festspiele (Kát’a Kabanová mit den Wiener Philharmonikern), die Wiener Staatsoper (Der Fall Makropulos), das Royal Opera House, Covent Garden (Jenůfa, Carmen und Lohengrin), die Opéra National de Paris (Rusalka) und die Oper Zürich (Der Fall Makropulos). Er war außerdem regelmäßiger Gast beim Glyndebourne Festival, wo er Vanessa, Das schlaue Füchslein, Ein Sommernachtstraum, Carmen, The Turn of the Screw, Don Giovanni und La bohème dirigierte, und war drei Jahre lang Musikdirektor von Glyndebourne On Tour.
Zu seinen Beziehungen zu führenden Solisten zählen Kooperationen mit Behzod Abduraimov, Piotr Anderszewski, Leif Ove Andsnes, Emanuel Ax, Lisa Batiashvili, Joshua Bell, Renaud Capuçon, Gautier Capuçon, Isabelle Faust, Julia Fischer, Sol Gabetta, Christian Gerhaher, Kirill Gerstein, Karen Gomyo, Hélène Grimaud, Augustin Hadelich, Hilary Hahn, Alina Ibragimova, Steven Isserlis, Janine Jansen, Sheku Kanneh-Mason, Leonidas Kavakos, Evgeny Kissin, Patricia Kopatchinskaja, Lang Lang, Igor Levit, Albrecht Mayer, Anne-Sophie Mutter, Emmanuel Pahud, Beatrice Rana, Josef Špaček, Nikolaj Szeps-Znaider, Antoine Tamestit, Jean-Yves Thibaudet, Daniil Trifonov, Mitsuko Uchida, Lukáš Vondráček, Yuja Wang, Alisa Weilerstein und Frank Peter Zimmermann.
Als Aufnahmekünstler erhielt er zahlreiche Auszeichnungen und Nominierungen. Bei den Gramophone Awards 2024 wurde er für seine Aufnahmen von Brittens Violinkonzert mit Isabelle Faust und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks sowie von Kát’a Kabanová mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen doppelt ausgezeichnet. Mit den Bamberger Symphonikern erhielt er 2022 und 2023 den ICMA-Preis für symphonische Musik für seine Aufnahmen von Rotts Sinfonie Nr. 1 und Bruckners Sinfonie Nr. 4. Für seine Aufnahme von Mahlers Sinfonie Nr. 4 wurde er mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet, und 2021 wurde seine Aufnahme der Violinkonzerte von Martinů und Bartók mit Frank Peter Zimmermann für die BBC Music Magazine und Gramophone Awards nominiert, während seine CD mit dem Violinkonzert von Dvořák mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Augustin Hadelich für einen Grammy ® Award nominiert wurde. Seine Aufnahmen der Klavierkonzerte von Dvořák und Martinů mit Ivo Kahánek und den Bamberger Symphonikern sowie Vanessa aus Glyndebourne wurden 2020 beide mit dem BBC Music Magazine Award ausgezeichnet.
Hrůša ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London. Im Jahr 2025 wurde ihm vom Präsidenten der Tschechischen Republik die Verdienstmedaille im Bereich Kunst verliehen, und im Jahr 2024 erhielt er die Silbermedaille des Präsidenten des tschechischen Senats, dessen höchste Auszeichnung. Er war der erste Preisträger des Sir Charles Mackerras-Preises und wurde außerdem mit dem Bayerischen Verdienstorden, dem Bayerischen Kulturpreis, dem Antonín-Dvořák-Preis der Tschechischen Akademie für Klassische Musik und – zusammen mit den Bamberger Symphonikern – mit dem Bayerischen Staatspreis für Musik ausgezeichnet.














































